Unternehmensgründungen
Mehr Start-ups: Technologieorientierte Gründungen legen zu

Quelle: Jason Goodman/Unsplash
Das Gründungsgeschehen in Deutschland hat 2025 deutlich zugelegt. Rund 183.000 Unternehmen wurden neu gegründet, 7,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit erreichte die Zahl der Gründungen den höchsten Stand seit 15 Jahren. Auch bei wachstumsorientierten, innovativen Start-ups zeigte sich eine positive Entwicklung: Ihre Zahl stieg um 19 Prozent auf rund 3.100. Das geht aus einer Erhebung des ZEW Mannheim und der Wirtschaftsauskunftei Creditreform, Neuss, hervor.
Mehr technologieorientierte Start-ups
Besonders dynamisch entwickelte sich der Bereich technologieorientierter Dienstleistungen. Auf ihn entfielen mehr als 45 Prozent der wachstumsorientierten Start-up-Gründungen, rund 1.400 Unternehmen. Die Zahl dieser Gründungen lag 2025 um 27 Prozent über dem Vorjahreswert.
Als wachstumsorientierte Start-ups erfasst die Untersuchung Unternehmen, die als Kapitalgesellschaft gegründet werden, mehrere Gründerinnen oder Gründer haben und Forschung und Entwicklung betreiben.
Der Anstieg der Gesamtgründungszahlen geht allerdings vor allem auf kleinere Unternehmen ohne Handelsregistereintrag zurück. Die Zahl der Gründungen mit Handelsregistereintrag sank dagegen um 3,3 Prozent.
"Bei größeren, kapitalintensiveren Gründungen sehen wir dagegen weiterhin eine schwächere Entwicklung", sagt Dr. Sandra Gottschalk, Wissenschaftlerin im Forschungsbereich Innovationsökonomik und Unternehmensdynamik am ZEW.
Branchen entwickeln sich unterschiedlich
Deutliche Unterschiede zeigen sich auch zwischen den Wirtschaftszweigen. Im Gastgewerbe stieg die Zahl der Gründungen um 20,7 Prozent auf rund 20.000 Unternehmen. Gleichzeitig nahm dort auch die Zahl der Schließungen deutlich zu.
Im forschungsintensiven verarbeitenden Gewerbe ging die Zahl der Gründungen hingegen um 2,6 Prozent zurück. Im Fahrzeugbau betrug der Rückgang 8,7 Prozent. Bei den technologieorientierten Dienstleistungen nahm dagegen die Zahl der Gründungen mit Handelsregistereintrag um 8,5 Prozent zu.
Die Ergebnisse zeigen damit ein uneinheitliches Bild des Gründungsgeschehens: Während die Zahl neuer Unternehmen insgesamt wächst und technologieorientierte Start-ups zulegen, bleibt die Entwicklung in Teilen des produzierenden Gewerbes schwach.
Die Auswertung basiert hauptsächlich auf dem Mannheimer Unternehmenspanel von Creditreform und ZEW. Da neu gegründete Unternehmen teilweise erst zeitverzögert erfasst werden, sind die Angaben für 2025 Hochrechnungen.
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