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Video Trends 2026

KI-Videos: Vertrauensverlust wird zur Herausforderung für Marken

Quelle: Panuwat/Adobe Stock

Videos gehören für die meisten Menschen zum Alltag. Gleichzeitig wächst die Skepsis gegenüber ihrer Echtheit. Laut den Video Trends 2026 der Medienanstalten, Berlin, sind 79 Prozent der Befragten bereits KI-generierten Videos begegnet. 68 Prozent haben dabei mindestens ein Video für echt gehalten, obwohl es künstlich erzeugt war. Insgesamt geben 72 Prozent an, der Echtheit von Bewegtbild weniger zu vertrauen als früher.

Für WErbungtreibende stellt diese Entwicklung eine Herausforderung dar: Bewegtbild ist ein wichtiges Format der Markenkommunikation. Wenn die Glaubwürdigkeit visueller Inhalte sinkt, kann dies auch die Wahrnehmung von Werbung und anderen Markenbotschaften beeinflussen.

Mehrheit fordert Kennzeichnung von KI-Inhalten

Die Ergebnisse zeigen einen deutlichen Wunsch nach verbindlichen Regeln: 91 Prozent der Befragten sprechen sich für eine Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Videos aus. 83 Prozent fordern ein Verbot von Deepfakes.

Dr. Thorsten Schmiege, Vorsitzender der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten, sieht darin ein Warnsignal. Nutzer:innen müssten erkennen können, ob Bewegtbild echt oder künstlich erzeugt sei. Klare Kennzeichnungen und wirksame Regeln seien insbesondere bei Nachrichten und politischen Themen erforderlich.

YouTube prägt die Videonutzung junger Menschen

Bewegtbild bleibt ein fester Bestandteil des Medienalltags: 93 Prozent der Befragten schauen täglich Videos. Während Fernsehen weiterhin eine wichtige Rolle spielt, ist YouTube für unter 30-Jährige besonders relevant.

Auch Creator-Inhalte gewinnen als Informationsquelle an Bedeutung. 45 Prozent der unter 30-Jährigen halten Videos von Creator für eine wichtige Quelle für Nachrichten und Informationen. Damit verändern sich auch die Wege, über die Menschen gesellschaftliche und politische Themen wahrnehmen.

Wolfgang Kreißig, Präsident der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg und Vorsitzender des Fachausschusses Infrastruktur und Innovation der Medienanstalten, betont deshalb die Bedeutung transparenter Informationsangebote. Es müsse erkennbar bleiben, wer Inhalte vermittelt, aus welcher Perspektive dies geschieht und wo sich Meinung und Information vermischen.

Studie zur Bewegtbildnutzung

Die Medienanstalten erheben seit mehr als 15 Jahren jährlich Daten zur Bewegtbildnutzung in Deutschland. Die Untersuchung Video Trends 202“ konzentriert sich auf die Wahrnehmung KI-generierter Videos sowie auf die Rolle von Creator-Inhalten zu politischen Themen in sozialen Medien. Sie basiert auf einer quantitativen Befragung und qualitativen Gruppendiskussionen.

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vg 30.10.2026

 

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