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Arbeitgebermarke

Jobsicherheit wird für Studierende zum wichtigsten Kriterium

Quelle: Xavier Lorenzo/Adobe Stock

Die wirtschaftliche Unsicherheit beeinflusst die Erwartungen junger Menschen an potenzielle Arbeitgeber. Für 52 Prozent der Studierenden in Deutschland ist Jobsicherheit ein entscheidender Faktor bei der Berufswahl. Damit steht sie an erster Stelle der Kriterien, die in der Studierendenstudie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft EY untersucht wurden. Gegenüber der Befragung von 2024 ist der Anteil um zehn Prozentpunkte gestiegen.

Für Frauen spielt die Sicherheit des Arbeitsplatzes eine größere Rolle als für Männer: 57 Prozent der Studentinnen nennen sie als wichtiges Kriterium, bei den Studenten sind es 47 Prozent. Dahinter folgen das Gehalt beziehungsweise mögliche Gehaltssteigerungen mit 43 Prozent und flexible Arbeitszeiten mit 41 Prozent.

Für Unternehmen bedeutet das, dass neben Vergütung und Arbeitsbedingungen auch die wahrgenommene Stabilität eines Unternehmens bei der Ansprache potenzieller Nachwuchskräfte an Bedeutung gewinnt.

Angestelltenverhältnis statt Selbstständigkeit

Die Präferenz für Sicherheit zeigt sich auch bei der Beschäftigungsform: 77 Prozent der Befragten bevorzugen ein Angestelltenverhältnis gegenüber einer selbstständigen Tätigkeit.

Dabei unterscheiden sich die Prioritäten je nach eigener Einschätzung der Studienleistung. Studierende, die ihre Leistungen als exzellent bewerten, nennen Jobsicherheit seltener als entscheidenden Faktor (35 Prozent) als durchschnittliche (55 Prozent) oder unterdurchschnittliche Studierende (50 Prozent). Auch beim Gehalt liegen die Werte für die selbst eingeschätzte Spitzengruppe niedriger.

Dagegen legen diese Studierenden größeren Wert auf selbstständiges Arbeiten und Homeoffice. Die Ergebnisse deuten damit auf unterschiedliche Erwartungen innerhalb der Zielgruppe hin.

Gehaltserwartungen steigen langsamer als die Inflation

Beim erwarteten Einstiegsgehalt rechnen Studierende im Durchschnitt mit 44.500 Euro jährlich. Das sind 1,8 Prozent mehr als bei der Befragung vor zwei Jahren. Im Vergleich zu 2016, als die Gehaltserwartung bei 42.400 Euro lag, fällt der Zuwachs unter Berücksichtigung der Inflation jedoch geringer aus: Der damalige Betrag entspräche heute rund 56.000 Euro.

Auch zwischen den Geschlechtern zeigen sich Unterschiede. Männer erwarten zum Berufseinstieg durchschnittlich 47.500 Euro, Frauen 42.200 Euro. Die höchsten Gehaltserwartungen haben angehende Jurist mit knapp 50.000 Euro. Bei Studierenden der Kulturwissenschaften liegen sie bei etwas mehr als 30.000 Euro.

IT-Branche besonders gefragt

Bei der Branchenwahl liegt die IT mit 26 Prozent an der Spitze. Der öffentliche Dienst folgt mit 17 Prozent, hat gegenüber 2024 allerdings sieben Prozentpunkte verloren. Auch Wissenschaft und Automobilbranche büßten an Attraktivität ein. Transport und Logistik sowie der Handel bilden mit vier beziehungsweise fünf Prozent die Schlussgruppe.

EY zufolge sehen viele Studierende ihre berufliche Zukunft in der IT, obwohl auch dort die Zahl der Neueinstellungen zurückgeht. Insgesamt seien die Aussichten für Berufseinsteiger derzeit durchwachsen.

Für die Studie wurden nach Angaben von EY im Frühjahr 2026 mehr als 2.000 Studierende befragt.

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vg 02.11.2026

 

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