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Start-ups mit KI-Fokus entwickeln sich positiv, wenig Fokus auf Deep-Tech-Themen

Das Thema Künstliche Intelligenz (KI) sorgt weiter für die Gründung neuer Unternehmen. Die meisten deutschen KI-Start-ups liefern dabei Lösungen für die Unternehmensbereiche Marketing und Customer Service, nur wenige für Deep-Tech-Bereiche wie IT und Cyber Security. Das zeigt das Update der Start-up-Landkarte von AppliedAI, einer Initiative für Künstliche Intelligenz (KI).

Insgesamt gibt es demnach in Deutschland 247 junge Unternehmen, die KI in signifikantem Umfang einsetzen. Verglichen mit den Ergebnissen aus dem Vorjahr entspricht dies einer Zunahme von 15 Prozent. 54 Start-ups kamen seitdem hinzu - entweder weil sie neu gegründet wurden oder weil sie inzwischen die Kriterien für die Aufnahme in die Landkarte erfüllen. Nur wenig Start-ups aus dem Vorjahr – insgesamt 21 Unternehmen – sind nicht mehr Teil der diesjährigen Landkarte - entweder weil sie nicht mehr aktiv sind oder weil sie inzwischen einen anderen Technologiefokus haben.

Start-ups sammeln 24 Prozent mehr Kapital als im Vorjahr

In Sachen Finanzierung legen die Start-ups ebenfalls zu. Während sie sich im Vorjahr insgesamt 1,2 Mrd. Euro sichern konnten, sind es dieses Mal bereits 2,2 Mrd. Euro. Dies entspricht einem durchschnittlichen Plus von 24 Prozent.

Auch hinsichtlich der Belegschaft setzt sich der Skalierungstrend fort: Bereits 23 KI-Start-ups beschäftigen über 100 Mitarbeitende, im Vorjahr traf dies auf nur neun Start-ups zu. Celonis kann aktuell als einziges deutsches Start-up auf mehr als 500 Mitarbeitende zählen.

Branchentrends setzen sich fort

Wie im Vorjahr sind die meisten KI-Start-ups der Fertigung, Transport und Mobilität sowie dem Gesundheitswesen zuzuordnen und haben einen B2B-Fokus. Besonders die Fertigung legt im Vergleich zum Vorjahr zu. Schlusslichter sind die Logistik- und Pharmabranche, während der Handel und das Finanzwesen im Mittelfeld stagnieren.

Regionales Gefälle bleibt bestehen

Weiterhin sind rund zwei Drittel aller deutschen KI-Start-ups in Berlin und München ansässig. An der Spitze steht weiterhin Berlin mit 95 Start-ups, München kommt auf 61 Unternehmen. Deutlich hinterher hinken auf Platz drei und vier Hamburg mit 14 und Karlsruhe mit neun Start-ups. Alle anderen Städte bleiben im einstelligen Bereich.

In Sachen Finanzierung bietet München aufgrund seiner Wirtschaftskraft weiterhin ein ideales Ökosystem für Neugründungen: 27 Mio. Euro erhielten Start-ups in der diesjährigen Untersuchung dort im Schnitt. In Berlin waren es nur 9 Mio. Euro.

Über die Untersuchung für die Start-up-Landkarte

Gemeinsam mit Nvidia und Google sowie acht führenden Venture Capital-Unternehmen (Digital+ Partners, Earlybird Capital, eCAPITAL, High-Tech Gründerfonds, HV Holtzbrinck Ventures, Lakestar, Speedinvest und Unternehmertum Venture Capital Partners) wurden mehr als 1.000 Start-ups von den Strategie-Beauftragten der AppliedAI-Initiative untersucht. Die Start-up-Landkarte inkludiert Start-ups, deren Geschäftsmodell auf Maschinellem Lernen basiert und die nach 2010 in Deutschland gegründet wurden oder in Deutschland signifikante Geschäftsaktivitäten betreiben. Die Start-ups werden basierend auf folgenden Kriterien erfasst und geclustert: Zugang und Verfügbarkeit von Daten, Qualifikation des Gründungsteams und der Angestellten, Methodik, Skalierbarkeit des Geschäftsmodells und Gesamtevaluation des Unternehmens.

Zur Start-up-Landkarte mit den Ergebnissen geht es hier.

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(vg) 09.03.2020



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