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Nachhaltigkeit: Erwartung an Unternehmen ist groß, Vertrauen gering

Jeder zweite Deutsche sieht Klimawandel als entscheidendes, aber nicht einziges Problem (Quelle: Instinctif Partners)
Jeder zweite Deutsche sieht Klimawandel als entscheidendes, aber nicht einziges Problem (Quelle: Instinctif Partners)

Der Umweltschutz ist hierzulande ein wichtiges Thema. So zeigen sich 70 Prozent der Deutschen um den Klimawandel besorgt oder sehr besorgt. 53 Prozent meinen zudem, dass die Auswirkungen des Klimawandels bereits jetzt sichtbar sind. Das zeigt das Nachhaltigkeits-Barometer der Kommunikationsberatung Instinctif Partners. Dafür hat sie mit ihrer Marktforschungstochter Truth rund 2.130 Deutsche repräsentativ zu Nachhaltigkeitsthemen befragt.

Nach den entscheidenden Akteuren im Kampf gegen den Klimawandel befragt, sehen die Deutschen vor allem Regierungen anderer Länder und Unternehmen in der Pflicht. An dritter Stelle sich selbst und an vierter Stelle die Bundesregierung. Gleichzeitig vertraut fast die Hälfte der Deutschen (48 Prozent) den Unternehmen eher oder überhaupt nicht hinsichtlich ihrer Aussagen über die eigenen Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels.


Deutsche sehen bei Nachhaltigkeit Unternehmen in der Pflicht – vertrauen ihnen aber nicht (Quelle: Instinctif Partners)

Neben Umwelt auch soziale Themen mit großer Relevanz

Mehr als die Hälfte der Deutschen (54 Prozent) stimmt der Aussage voll und ganz zu, dass der Klimawandel ein entscheidendes Problem unserer Zeit ist. 76 Prozent der Deutschen stimmen auch mit der Aussage überein, dass der Klimawandel wichtig ist, es aber viele weitere Probleme gibt. So sind 81 Prozent mit Blick auf das Plastik in den Weltmeeren, 73 Prozent mit Blick auf die Abholzung von Wäldern und 72 Prozent mit Blick auf die wachsende Ungleichheit zwischen Arm und Reich besorgt oder sehr besorgt.

Der Wille ist da, doch mehr Nachhaltigkeit im Alltag bleibt schwierig

Die Mehrheit der Deutschen (55 Prozent) gibt an, grundsätzlich mehr nachhaltige Entscheidungen treffen zu wollen, weiß aber nicht immer wie. 61 Prozent stimmen der Aussage zu, dass es viele widersprüchliche Informationen zum Thema Nachhaltigkeit gibt. 41 Prozent der Deutschen sehen darin ein zentrales Hemmnis für ihre eigenen nachhaltigen Entscheidungen, 43 Prozent sehen zusätzliche Kosten beim Kauf nachhaltiger Produkte als hinderlich an. 38 Prozent stimmen der Aussage zu, dass die Bekundungen der Unternehmen zur Ethik ihres Verhaltens oder der Produkte kaum glaubwürdig sind.

Über die Studie Nachhaltigkeit-Barometer

Die Umfrage wurde von Truth, der Marktforschungstochter von Instinctif Partners, im Dezember 2019 unter europäischen Verbrauchern in Deutschland, Großbritannien und Irland durchgeführt. Insgesamt haben am Nachhaltigkeits-Barometer in den drei Ländern 4.864 Personen teilgenommen, in Deutschland 2.132.

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(vg) 17.03.2020



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