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CSRD & EUDR

Regulierung trifft Marke: Lindt & Sprüngli und der Weg zu nachhaltigem Kakao

Quelle: Noah Buscher/Unsplash

Mit der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und der EU-Verordnung gegen Entwaldung (EUDR) stellt die Europäische Union Unternehmen vor neue Anforderungen im Hinblick auf Nachhaltigkeit, Lieferkettenverantwortung und Berichterstattung. Für international agierende Markenunternehmen bedeutet das nicht nur regulatorischen Handlungsdruck, sondern auch eine Chance, gesellschaftliche Erwartungen aktiv mitzugestalten – und die eigene Marke zukunftsfähig zu positionieren.

Wie JDE Peet's diesen Wandel angeht, haben wir bereits beleuchtet. Danach sprach Tina Epple, die beim Schokoladenhersteller Ritter Sport in Waldenbuch die globale Nachhaltigkeitskommunikation verantwortet, mit uns über Verantwortung und Bürokratie. Auch Lindt & Sprüngli hat unsere Fragen beantwortet. Eine Mediensprecherin des Schweiter Schokoladenherstellers betont: "In Vorbereitung auf EUDR hat Lindt & Sprüngli bereits 2024 damit angefangen, umfassende Anpassungen vorzunehmen und leitet bereits seit einigen Monaten Massnahmen als Reaktion auf die Verordnung ein. Wir arbeiten eng mit unseren Lieferanten und anderen Dritten zusammen, um die Anforderungen der EUDR zu erfüllen. Dazu gehören die Umsetzung einer umfassenden Satellitenüberwachung für Entwaldung im Kakaoanbau sowie die Einführung von Prozessen zur Durchführung der Sorgfaltsprüfungen für die relevanten Rohstoffe. Unsere Entwaldungsrichtlinie und unser Ansatz für eine verantwortungsvolle Beschaffung bildeten dafür bereits eine solide Grundlage."

Der Nachhaltigkeitsbericht 2024 wurde laut der Mediensprecherin unter Bezugnahme auf die Standards der Global Reporting Initiative (GRI) erstellt und enthält ausgewählte Offenlegungsanforderungen aus den European Sustainability Reporting Standards (ESRS). Dies seiein erster Schritt zur Umsetzung der Berichterstattungsanforderungen gemäss der EU-Richtlinie über die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (CSRD). "Auch hier haben wir in den vergangenen Jahren neue Prozesse und Systeme eingeführt, um die künftigen Anforderungen erfüllen zu können", so die Sprecherin.

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Eine spezielle Chance für ihre Marke, sich nachhaltiger zu positionieren, sieht sie nicht: "Die Anforderungen gelten für alle Unternehmen in der EU und in unserer Branche und müssen somit gleichermassen eingehalten werden. Wir begrüssen dies insofern, da sie ein 'Level Playing Field' schaffen." Bei den beiden Regulierungen gebe es aber gewisse, noch ungeklärte Detailfragen. "Wir arbeiten eng mit Verbänden zusammen, um von den zuständigen Behörden der Europäischen Union Antworten auf diese Fragen zu erhalten."

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vg 04.09.2025