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Behavior Change

Preisbewusstes Einkaufen: Vergleich zeigt Unterschiede zwischen Jung und Alt

Quelle: Eduardo Soares/Unsplash

Preisbewusstes Einkaufen ist im Jahr 2025 nach wie vor das zentrale Thema für Verbraucher:innen in der DACH-Region. Doch während junge (unter 35 Jahre) und ältere Konsument:innen (55 Jahre und älter) gleichermaßen auf den Preis achten, unterscheiden sie sich deutlich in ihren Einkaufsgewohnheiten, Erwartungen und Lifestyle-Wünschen. Das zeigt der Behavior-Change-Report des Marktforschungsinstituts YouGov mit Daten aus dem YouGov-Shopper-Panel.

Discounter als gemeinsame Basis, unterschiedliche Wege darüber hinaus

Sowohl jüngere als auch ältere Konsument:innen setzen weiterhin stark auf Hard-Discounter. 29 Prozent der Gen Z plant künftig mehr bei Hard-Discountern einzukaufen, nur zehn Prozent wollen dies reduzieren. Das ergibt altersübergreifend den stärksten Wachstum von +19 Prozentpunkten über alle Kanäle hinweg, die künftig verstärkt bei Hard-Discountern einkaufen wollen. Auch bei den älteren Konsument:innen (Boomers & Silent) ist der Hard-Discounter der beliebteste Kanal für eine Ausweitung der Einkäufe, mit einem Wachstum von +9 Prozentpunkten.

Doch in anderen Kanälen zeigen sich Unterschiede: Ältere Konsument:innen bleiben zurückhaltend, wenn es um Supermärkte oder Hypermärkte geht. Bei letzteren planen 14 Prozent der älteren Generation, ihre Einkäufe zu reduzieren, nur drei Prozent wollen sie ausweiten. Ihr Einkaufsverhalten ist selektiv und stark auf bekannte Formate fokussiert. Jüngere Verbraucher:innen hingegen zeigen sich offener gegenüber einem Comeback dieser Formate – vorausgesetzt, Service und Produktauswahl verbessern sich spürbar.

Erlebniseinkauf vs. vertraute Umgebung

Die Erwartungen an das Einkaufserlebnis variieren stark. Während jüngere Konsument:innen effiziente Abläufe, wie einen schnelleren Kassiervorgang an erster Stelle stehen (27 Prozent), wünschen sich ältere Kund:innen einen vertrauten Ladenaufbau (26 Prozent) und weniger unübersichtliche Gänge (25 Prozent). Freundliches Personal bleibt dabei generationenübergreifend ein wichtiges Element eines positiven Einkaufserlebnisses.

Zukunftsperspektive: Potenzial in Sortimentserweiterung und Technologieeinsatz

Jüngere Konsument:innen stehen neuen Sortimenten wie Kosmetik, Sportartikeln oder medizinischen Produkten offen gegenüber – sie suchen Erlebnis und Relevanz. Ältere Kund:innen bleiben bei vertrauten Kategorien wie Haushaltswaren oder Gartenbedarf. Auch hier gilt: Relevanz schlägt Vielfalt. Sowohl ältere (14 Prozent) als auch jüngere Verbraucher:innen (43 Prozent) sehen Potenzial in neuen Technologien – etwa durch KI-gestützte Services oder personalisierte Angebote. Gleichzeitig bleibt der Wunsch nach Datenschutz und Kontrolle hoch (36 Prozent bei Gen Z, 39 Prozent bei den Boomern). 

Seit Frühling 2022 untersucht der Behavior-Change-Report Bedürfnisse, Wünsche und Verhaltensweisen von Verbraucher:innen in 21 Ländern in Europa. Halbjährlich werden dafür 15.000 Konsument:innen in einer repräsentativen Umfrage befragt.

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vg 10.09.2025