Verwechslungsgefahr?
EU-Verbot von Veggie-Burger & Co.: Namen sind nicht das Hauptproblem

Quelle: Dilok/Adobe Stock
Das geplante EU-Verbot von Bezeichnungen wie Veggie-Burger oder Soja-Wurst trifft in der Realität auf andere Prioritäten der Verbraucher:innen. Eine Appinio-Studie zeigt: Im Flashtest mit nur einer Sekunde Betrachtungszeit der Verpackungen erkannten 95 Prozent der Befragten Fleisch- und pflanzliche Produkte sofort, trotzdem kam es im Alltag häufig zu Verwechslungen – vor allem wegen der räumlichen Nähe im Supermarkt, nicht wegen der Produktbezeichnung. Fast ein Drittel gab an, im echten Leben schon versehentlich zum falschen Produkt gegriffen zu haben – und zwar in beide Richtungen: Veganer:innen kauften Fleisch, Fleischesser:innen pflanzliche Alternativen.
Viele sehen das Thema als Nebenschauplatz
Die Debatte spaltet die Gesellschaft: Veganer:innen und Vegetarier:innen lehnen das Verbot überwiegend ab, Fleischesser:innen unterstützen es eher. Unterschiede zeigen sich auch nach Alter, Region und Geschlecht. Viele sehen die Namensdiskussion als Symbolpolitik und wünschen sich, dass politische Aufmerksamkeit wichtigeren Themen gilt.
Falls das Verbot umgesetzt wird, zeigt die Studie auch kreative Alternativen: 'Vurst' ist das beliebteste vorgeschlagene Kunstwort unter 600 Freitext-Vorschlägen – drei Viertel der Befragten hatten jedoch keine eigenen Vorschläge.
Die Studie basiert auf einer deutschlandweiten Befragung von 1.208 Personen im Oktober 2025, inklusive Flashtests, Alltagserfahrungen und offenen Freitextantworten.
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