Konsumverhalten
Weihnachtsshopping: Wachsende Preissensibilität und Plattformverschiebungen
Die Konsumlaune der Verbraucher:innen in Deutschland trübt sich zum Jahresende 2025 erneut ein. Laut dem Trend Check Handel Vol. 15 geben 54 Prozent der Befragten an, aufgrund steigender Preise Sorge zu haben, ihren Lebensstandard zu verlieren – im August 2025 waren es noch 50 Prozent. Über drei Viertel (78 %) erwarten zudem, dass die Preissteigerungen erst der Anfang sind. Für den Trend Check Handel Vol. 15 hat das ECC Köln im November 2025 insgesamt 502 Konsument:innen befragt.
Für die Weihnachtseinkäufe zeigt sich dabei, dass die Verbraucher:innen planen, weniger Geld auszugeben – insbesondere für Weihnachtsmarktbesuche (38 %), Adventskalender (37 %) und Weihnachtsbäume (37 %). Über die Hälfte der Befragten vergleichen die Preise intensiver, und bei 40 Prozent fallen die Geschenke kleiner aus als üblich.
Asiatische Plattformen und Amazon Haul profitieren
Asiatische Online-Marktplätze behaupten sich in diesem Umfeld stabil. Temu liegt mit 32 Prozent der Käufe vorn und konnte seine Bestellhäufigkeit von 21 auf 25 Prozent steigern. Shein folgt mit 16 Prozent, AliExpress (9 %) und Wish (7 %) liegen abgeschlagen.
Mit dem seit Juni 2025 in Deutschland verfügbaren Amazon Haul erreicht 13 Prozent der Befragten Käufe; die Bestellhäufigkeit ist mit 59 Prozent deutlich höher als bei den asiatischen Plattformen. Gleichzeitig bewerten 46 Prozent der Konsument:innen Amazon Haul als ernsthafte Konkurrenz zu den asiatischen Marktplätzen, während 58 Prozent die Notwendigkeit eines separaten Angebotsbereichs für asiatische Produkte infrage stellen.
Der Trend Check Handel zeigt damit deutlich: Preissteigerungen und wirtschaftliche Unsicherheiten führen zu strategischerem Kaufverhalten und selektiver Ausgabebereitschaft, während gleichzeitig digitale Plattformen wie Temu, Shein und Amazon Haul ihren Platz im Weihnachtsgeschäft behaupten.
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