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Branchenreport Onlinehandel 2025

Onlinehandel gewinnt 2025 wieder an Dynamik, Marken profitieren überdurchschnittlich

Quelle: Javierafael/Fotolia

Nach mehreren wachstumsschwachen Jahren zieht der B2C-Onlinehandel in Deutschland wieder spürbar an. Das zeigen die Ergebnisse des Branchenreport Onlinehandel 2025 des IFH Köln. Für das laufende Jahr prognostizieren die Kölner Marktexpert:innen ein Umsatzwachstum zwischen 2,7 und 5,7 Prozent. Im optimistischen Szenario erreicht der Onlinehandel damit ein Marktvolumen von bis zu 110 Milliarden Euro.

Treiber dieser Entwicklung sind weniger kurzfristige Konjunktureffekte als vielmehr strukturelle Veränderungen im Konsumverhalten. Die fortschreitende Digitalisierung stationärer Händler, der zunehmende Einfluss von Social Media sowie das Smartphone als permanenter Touchpoint verlagern Kaufentscheidungen weiter ins Netz. Gleichzeitig verstärkt die sinkende Angebotsdichte im stationären Handel den Onlinekanal – insbesondere in Regionen mit eingeschränkter lokaler Versorgung.

Online stärker als der Gesamtmarkt

Auffällig ist, dass nahezu alle betrachteten Branchen online deutlich besser performen als in der jeweiligen Gesamtmarktbetrachtung. Besonders dynamisch entwickelt sich weiterhin der Bereich FMCG (Fast Moving Consumer Goods), der mit Onlinezuwächsen von bis zu 14,6 Prozent seine Rolle als Wachstumsmotor behauptet. Vor allem der Lebensmittelhandel profitiert von erweiterten Liefergebieten großer Anbieter sowie von einer wieder zunehmenden Relevanz von Quick-Commerce-Services.

Auf Rang zwei folgt die Branche Gesundheit & Wellness mit einem prognostizierten Onlineplus von bis zu 8,8 Prozent. Am unteren Ende der Skala liegt Wohnen & Einrichten, das trotz positiver Entwicklung mit maximal 2,9 Prozent vergleichsweise moderat wächst.

Langfristig klar auf Wachstumskurs

Auch der Blick nach vorn fällt positiv aus. In einer Szenario-Rechnung bis 2029 geht das IFH Köln im mittleren Szenario von einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 4,2 Prozent aus. Das entspräche einem Onlineumsatz von rund 128 Milliarden Euro im Jahr 2029. Bei günstigerer Entwicklung könnten sogar bis zu 141 Milliarden Euro erreicht werden.

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vg 17.12.2025