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E-Commerce

Abo-Commerce etabliert sich langsam im Online-Handel

Quelle: Javierafael/Fotolia

Automatische Nachbestellungen von Produkten gehören für einen wachsenden Teil der Online-Kundschaft in Deutschland zum Einkaufsalltag. Dennoch bleibt Abo-Commerce bislang ein Nischenmodell. Laut einer Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, Berlin, nutzt knapp ein Viertel (23 Prozent) der Online-Shopper:innen mindestens ein Spar- oder Nachbestell-Abo.

Für die Erhebung wurden im Herbst 2025 insgesamt 1.072 Online-Shopperinnen und -Shopper ab 16 Jahren in Deutschland befragt. Die Ergebnisse zeigen: Wer Abo-Modelle nutzt, entscheidet sich meist nicht nur für ein einzelnes Produkt. Im Durchschnitt haben Abo-Kund:innen drei laufende Abonnements. Mehr als ein Drittel nutzt genau ein Abo, fast die Hälfte zwei bis vier. 16 Prozent haben sogar mehr als vier aktive Abos.

Reichweite insgesamt begrenzt

Trotz dieser intensiven Nutzung innerhalb der Zielgruppe bleibt die Reichweite insgesamt begrenzt. Rund 72 Prozent der Online-Shopper:innen geben an, keine Spar- oder Nachbestell-Abos zu verwenden. Abo-Commerce hat sich damit bislang nicht als Standard im digitalen Einkauf etabliert, sondern wird vor allem von einer vergleichsweise kleinen, aber engagierten Nutzergruppe getragen.

Für Marken und Händler stellt sich damit weniger die Frage nach schneller Skalierung als nach gezielter Relevanz. Abo-Modelle scheinen vor allem dort zu funktionieren, wo Produkte regelmäßig verbraucht werden und ein klarer Nutzen durch Komfort oder Preisvorteile erkennbar ist. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse, dass Transparenz ein entscheidender Faktor für eine breitere Akzeptanz bleibt – etwa in Bezug auf Kosten, Laufzeiten und Kündigungsoptionen.

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vg 05.02.2026