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ifo-Umfrage

Bürokratie und Steuern im Fokus: Unternehmen kritisieren Wirtschaftspolitik

Quelle: Thapana Studio/Adobe Stock

Die Unternehmen in Deutschland stellen der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung ein schlechtes Zeugnis aus. In einer Umfrage des ifo Instituts vergeben sie im Durchschnitt die Schulnote 4,2. Die Kritik zieht sich über alle Politikfelder hinweg und wird branchenübergreifend geäußert. Positive Bewertungen bleiben die Ausnahme.

Besonders schlecht schneidet die Sozial- und Rentenpolitik ab, die von den Unternehmen im Mittel mit der Note 4,6 bewertet wird. Auch die Arbeitsmarkt-, Industrie- sowie die Energie- und Klimapolitik erhalten mit Noten zwischen 4,1 und 4,2 lediglich ein 'ausreichend'. Etwas besser, aber ebenfalls nur auf diesem Niveau, beurteilen die Unternehmen die Finanzpolitik sowie die Infrastruktur- und Digitalisierungspolitik, die jeweils mit 4,0 bewertet werden.

Zwischen den einzelnen Branchen zeigen sich kaum Unterschiede. Sowohl Industrie als auch Dienstleistungssektor vergeben überwiegend Noten im Bereich von 3,8 bis 4,5. Keine Branche bewertet die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung im Durchschnitt positiv. Selbst die besten Einzelbewertungen bleiben im Bereich 'befriedigend' mit klarer Tendenz zu 'ausreichend'.

Diese Themen sollte die Bundesregierung angehen

Mit Blick auf die dringendsten Handlungsfelder fordern die Unternehmen vor allem einen Abbau von Bürokratie und Regulierung: 40,4 Prozent nennen dies als vorrangiges Thema. Es folgen Reformen bei Steuern und Abgaben (37,1 Prozent), etwa durch Vereinfachungen oder Senkungen. Weitere zentrale Themen sind der Arbeitsmarkt und die Fachkräftesicherung (24,6 Prozent), die Energiepolitik (23,3 Prozent) sowie Investitionen, Standortbedingungen und Infrastruktur (21,3 Prozent).

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vg 09.02.2026