
Volker Neumann eröffnete den JOM Summit mit einem Appell an Marken, trotz Budgetdruck wieder stärker in langfristigen Markenaufbau zu investieren – Quelle: JOM Group/Waldemar Krause
JOM Summit 2026
Mut und Haltung rücken ins Zentrum moderner Markenführung
Beim JOM Summit 2026 in Hamburg diskutierten Anfang Februar rund 170 Marketingverantwortliche, wie Marken in einem unsicheren Umfeld relevant bleiben können. Zum Auftakt warnte Volker Neumann, Managing Director der JOM Group, vor einer zu starken Fokussierung auf kurzfristige Effizienz. Wenn Budgets unter Druck geraten, rücke der Markenaufbau oft in den Hintergrund. Budgets müssten als dynamischer Prozess verstanden werden, um langfristige Markenarbeit zu sichern.
Mut als strategischer Faktor
v.l.: Oliver Busch moderierte das Markenpanel 'Brave Brands mit Julika Podracki (Rügenwalder Mühle), Triabadi Schmidt (Euronics Deutschland) und Sylvia Bocian (Frosta) - Quelle: JOM Group/Waldemar Krause
Im Panel 'Brave Brands' zeigten Vertreterinnen von Frosta, Euronics Deutschland und Rügenwalder Mühle, wie sich Offenheit und konsequente Positionierung auszahlen können, auch wenn Entscheidungen unbequem sind. Vertrauen entstehe durch Transparenz, betonten sie, und Haltung brauche Konsequenz, selbst bei Gegenwind aus der Community.
Dr. Dennis Esch, Esch Consultants - Quelle: JOM Group/Waldemar Krause
Dr. Dennis Esch (Esch Consultants) ergänzte, dass viele Marketer 2026 falsche Entscheidungen treffen könnten, wenn sie sich zu stark auf Plattformlogiken verlassen. Unabhängigkeit durch eigene Daten und Communities werde deshalb wichtiger.
Bedeutung statt Werbung
Katharina Wildau, JOM - Quelle: JOM Group/Waldemar Krause
Katharina Wildau aus der JOM-Geschäftsleitung erinnerte daran, dass Menschen keine Werbung, sondern Bedeutung kaufen. Brand KPIs müssten stärker als Umsatztreiber verstanden werden. Ein Praxisbeispiel lieferte Oyess-Gründerin Nadja King: Die Lippenpflegemarke entwickelte Design und Markenbild weiter, nachdem sich die Erwartungen der Zielgruppe verändert hatten – ein Rebranding, das sich laut King klar ausgezahlt habe.
KI, Ad Fraud und neue Mediarealitäten
v.l.: Moderator Klaus Janke mit Dominik Johnson (Fraud0), Christian Bachem (Markendienst Berlin), Sai-Man Tsui (JOM Group) und Daniel Draenkow Deutscher Sparkassen- und Giroverband) - Quelle: JOM Group/Waldemar Krause
Auch KI spielte eine zentrale Rolle. Markus Frank zeigte, wie KI im Marketing echten Mehrwert schaffen kann, wenn Tools und Prozesse sinnvoll orchestriert werden. Im Panel 'Media als Markenrisiko' diskutierten Expert:innen, wie Marken 2026 mit Ad Fraud umgehen sollten. Der Appell: den eigenen Bot-Anteil im Traffic kennen und intern transparent kommunizieren, um fundierte Entscheidungen zu treffen.
Welche Entwicklungen Media 2026 prägen, erläuterten Stefanie Bubbers (PwC) und Sai-Man Tsui (JOM Group). Datengetriebene Modelle, Retail Media und neue Werbeformate, etwa vertikale Videos bei Streamingdiensten oder Werbung auf ChatGPT, würden die Branche verändern. Tsui rief Marken dazu auf, Plattformen mutiger und plattformgerecht zu bespielen.
Inspiration zum Abschluss
RTL-Moderator Wolfram Kons (l.) und Joey Kelly - Quelle: JOM Group/Waldemar Krause
Zum Abschluss sprach Extremsportler Joey Kelly über Disziplin, Ausdauer und Zielstrebigkeit. Eigenschaften, die auch Marken in einem volatilen Umfeld benötigen. Die JOM Group überreichte ihm zudem eine Spende für den RTL-Spendenmarathon. Managing Director Torsten Hunsicker zog ein klares Fazit: Erfolgreiche Markenführung brauche heute mehr als Effizienz. Freiheit im Denken und Mut in Entscheidungen würden künftig zur entscheidenden Währung
Nadja King, Oyess Beauty, mit Torsten Hunsicker, JOM - Quelle: JOM Group/Waldemar Krause
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