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Quelle: Puls Marktforschung

E-Mobility

E-Auto-Prämie: Hohe Nachfrage, begrenzte Lenkungswirkung

Die von der Bundesregierung geplante Neuauflage einer Kaufprämie für Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybride könnte auf deutlich höhere Nachfrage treffen als politisch kalkuliert. Das legt eine repräsentative Befragung des Nürnberger Marktforschungsinstituts Puls unter 1.000 Pkw-Halter:innen nahe (Erhebungszeitraum: 5. bis 12. Februar 2026).

Nach Erläuterung der geplanten Förderrichtlinie geben 3,1 Prozent der Befragten an, die Prämie "definitiv" nutzen zu wollen. Weitere 20,6 Prozent ziehen eine Inanspruchnahme zumindest in Betracht. Hochgerechnet auf die Gesamtheit privater Pkw-Halter:innen in Deutschland und unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Fahrzeugzahl pro Halter ergibt sich daraus ein Potenzial von rund einer Million Fahrzeugen, für die die Förderung konkret infrage käme, so ein Studienergebnis.

Zum Vergleich: Der Fördertopf ist mit drei Milliarden Euro ausgestattet und soll nach derzeitiger Planung für etwa 800.000 Fahrzeuge ausreichen. Rein rechnerisch übersteigt damit bereits die Gruppe der entschlossenen Interessent:innen die geplante Förderkulisse. Sollten sich Teile der noch Unentschlossenen ebenfalls für einen Antrag entscheiden, dürfte das Budget schnell ausgeschöpft sein, schreiben die Studienautor:innen.

Begrenzte Reichweite in der Breite

Gleichzeitig zeigt die Studie strukturelle Grenzen der Maßnahme. 39,6 Prozent der Befragten schließen ein Elektrofahrzeug oder einen Plug-in-Hybrid grundsätzlich aus. Weitere 17,7 Prozent geben an, die Fördervoraussetzungen nicht zu erfüllen. 12,7 Prozent äußern kein generelles Interesse an einer Förderung.

Auffällig ist laut Studie zudem, dass insbesondere Halter:innen jüngerer Elektro- und Hybridfahrzeuge offen für eine erneute Inanspruchnahme der Förderung sind. Sollte die Prämie vor allem Upgrades innerhalb der bestehenden E-Auto-Klientel begünstigen, würde ein zentrales Ziel – die Verlagerung vom Verbrenner zur Elektromobilität – nur eingeschränkt erreicht, so ein Fazit.

Für Hersteller und Marken stellt sich damit eine strategische Frage: Dient die Förderung primär der kurzfristigen Absatzstimulierung oder trägt sie tatsächlich zur strukturellen Transformation des Fahrzeugbestands bei? Aus Markensicht verstärkt sich der Wettbewerb um förderfähige Modelle und schnell verfügbare Produktionskapazitäten. Gleichzeitig könnte eine rasche Ausschöpfung der Mittel zu Frustration bei Konsument:innen führen, die auf die Prämie spekulieren. 

 

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vg 25.02.2026