Studien
Zustimmung zu KI variiert stark zwischen Branchen

Eine Forsa-Umfrage im Auftrag von SAS zeigt deutliche Unterschiede in der Akzeptanz von KI je nach Branche – Quelle: SAS
Eine Mehrheit der Menschen in Deutschland bewertet den Einsatz von Künstlicher Intelligenz durch Unternehmen und Institutionen positiv. Das zeigt eine repräsentative Forsa‑Befragung unter 1.000 Verbraucher:innen im Auftrag des Softwareunternehmens SAS, Cary in North Carolina. Die Zustimmung variiert jedoch deutlich je nach Branche: Besonders Behörden (67 Prozent) und das Gesundheitswesen (64 Prozent) werden als geeignete Einsatzfelder gesehen, gefolgt von Versicherungen (58 Prozent). Banken hingegen stoßen auf breite Ablehnung – zwei Drittel der Befragten sprechen sich gegen KI‑Nutzung in diesem Bereich aus.
Grundsätzlich lehnt rund ein Fünftel der Teilnehmenden (21 Prozent) KI‑Anwendungen generell ab. Männer zeigen sich in allen abgefragten Branchen häufiger offen für den Einsatz der Technologie als Frauen.
Vertrauen in Datenumgang bleibt begrenzt
Auch beim Vertrauen in den Umgang mit sensiblen Daten zeigen sich Unterschiede. Am meisten Zutrauen genießen Akteur:innen im Gesundheitswesen: 65 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass Ärzte, Kliniken und Krankenkassen beim Einsatz von KI verantwortungsvoll mit persönlichen Daten umgehen. Männer äußern hier deutlich mehr Vertrauen als Frauen (70 Prozent gegenüber 61 Prozent). Am geringsten ist das Vertrauen in Versicherungen, denen nur 41 Prozent einen sorgfältigen Umgang mit Daten zutrauen.
Im Vergleich zu einer Forsa‑Umfrage aus dem Jahr 2024 zeigt sich eine veränderte Haltung: Damals äußerte eine Mehrheit der Befragten deutliche Vorbehalte gegenüber KI‑gestützten Diagnosen, staatlichen Entscheidungen zu Unterstützungsleistungen oder dem Einsatz in Bank‑ und Versicherungsgeschäften.
Während Verbraucher:innen also weiterhin zurückhaltend bleiben, zeigt eine globale IDC‑Studie eine andere Perspektive auf Unternehmensseite: 78 Prozent der befragten Führungskräfte weltweit geben an, KI vollständig zu vertrauen. Gleichzeitig haben bislang nur 40 Prozent in Governance‑Strukturen, Erklärbarkeit und ethische Leitlinien investiert, um dieses Vertrauen abzusichern.
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