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Umfrage

Start-up-Szene zwischen Aufbruch und Abwanderungsgedanken

Quelle: Jason Goodman/Unsplash

Die Stimmung in der deutschen Start-up-Szene ist zum Jahresbeginn 2026 gespalten. Laut einer Befragung von Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, Berlin, berichtet jeweils rund ein Drittel der Tech-Start-ups von einer Verbesserung (35 Prozent) beziehungsweise einer Verschlechterung (30 Prozent) der eigenen Geschäftslage im vergangenen Jahr. Weitere 35 Prozent sehen keine Veränderung.

Diskrepanz zwischen individueller Unternehmensentwicklung und der Bewertung des Gesamtökosystems

Deutlich kritischer fällt die Einschätzung der allgemeinen Lage des Start-up-Standorts Deutschland aus: Nur 19 Prozent der Befragten nehmen hier eine Verbesserung wahr, 37 Prozent sehen eine Verschlechterung.

Finanzieller Druck bleibt ein Thema: Neun Prozent der befragten Start-ups – rechnerisch etwa jedes elfte – rechnen innerhalb der kommenden zwölf Monate mit einer möglichen Insolvenz. 

Standort Deutschland verliert an Attraktivität 

Auch die Standortfrage gewinnt an Bedeutung. Nur die Hälfte der Gründer:innen (50 Prozent) würde sich nach eigenen Angaben erneut für eine Gründung in Deutschland entscheiden. 20 Prozent würden ein anderes EU-Land bevorzugen, sieben Prozent die USA und elf Prozent einen weiteren internationalen Standort außerhalb Europas. Fünf Prozent schließen eine erneute Gründung grundsätzlich aus, acht Prozent äußern sich nicht.

Die Ergebnisse basieren auf einer Online-Befragung von 133 Tech-Start-ups in Deutschland, die zwischen der dritten und sechsten Kalenderwoche 2026 durchgeführt wurde. Die Studie ist nicht repräsentativ, versteht sich jedoch als Stimmungsbild der Branche.

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vg 25.02.2026