'Made in Europe'
Mehrheit wünscht europäische Tech-Marken, doch der Wechsel bleibt die Hürde

Quelle: Nico El Nino/Adobe Stock
Eine klare Mehrheit der Verbraucher:innen in Deutschland wünscht sich digitale Angebote 'Made in Europe' – gleichzeitig bestehen jedoch erhebliche Hürden bei der tatsächlichen Nutzung. Das zeigt eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom, Berlin. Befragt wurden 1.004 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren.
Hohe Zustimmung, aber geringe Nutzung
Mit 99 Prozent hält nahezu die gesamte Bevölkerung digitale Unabhängigkeit für wichtig, 79 Prozent fordern stärkere Investitionen in Schlüsseltechnologien.
Gleichzeitig zeigt sich jedoch eine deutliche Lücke zwischen Haltung und Verhalten. Nur ein Drittel der Befragten hat sich bislang bewusst für europäische Anbieter entschieden. In zentralen Kategorien wie Social Media (14 Prozent), Suchmaschinen (13 Prozent) oder Messenger (11 Prozent) spielen europäische Marken im Alltag bislang nur eine Nebenrolle.
Entscheidender Hemmschuh bleibt die wahrgenommene Wechselbarriere – 55 Prozent empfinden den Umstieg auf europäische Angebote als zu aufwändig.
Konsument:innen wollen Verantwortung übernehmen
Bemerkenswert ist dennoch die hohe Bereitschaft der Konsument:innen, Verantwortung zu übernehmen: 87 Prozent sehen auch sich selbst in der Pflicht, zur digitalen Unabhängigkeit beizutragen, 62 Prozent wären sogar bereit, kurzfristige Nachteile in Kauf zu nehmen.
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