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Geflügelmarke

Wiesenhof weitet Herkunftskennzeichnung auf Wurstprodukte aus

Die Geflügelmarke Wiesenhof will ihre Herkunftsstrategie weiter schärfen und führt ab Juli 2026 das Siegel 'Geflügel aus Deutscher Landwirtschaft' auch auf Wurstprodukten ein. Damit überträgt das Unternehmen ein bislang vor allem bei Frischfleisch sichtbares Kennzeichnungskonzept auf verarbeitete Ware.

Bereits seit 2024 kennzeichnet Wiesenhof seine Naturprodukte mit dem Label 'Gutes aus Deutscher Landwirtschaft'. Beide Siegel gehen laut Unternehmen auf eine branchenübergreifende Initiative der Zentralen Koordination Handel Landwirtschaft (ZKHL) zurück und stehen für eine durchgängige Wertschöpfung innerhalb Deutschlands – von der Erzeugung bis zur Verarbeitung des Endprodukts.

Positionierung über Herkunft und Kontrolle

Mit der Ausweitung der Kennzeichnung reagiert die hinter der Marke stehende PHW-Gruppe, ein vertikal integrierter Geflügelproduzent, auf ein Spannungsfeld im Markt: Während Verbraucher laut verschiedenen Studien zunehmend Wert auf Regionalität und Transparenz legen, ist die Rohstoffherkunft insbesondere bei verarbeiteten Fleischprodukten häufig nicht klar nachvollziehbar. Man versuche, hier über das sogenannte '5xD'-Prinzip – Elterntiere, Brütereien, Futter, Aufzucht sowie Schlachtung und Verarbeitung in Deutschland – eine differenzierende Markenbotschaft zu etablieren.

Ob sich das Konzept auch im preissensiblen Wurstmarkt durchsetzen lässt, dürfte maßgeblich davon abhängen, inwieweit Verbraucher bereit sind, Herkunft als Mehrwert wahrzunehmen – und diesen gegebenenfalls auch zu honorieren.

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vg 28.05.2026