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Quelle: Daimler Truck AG

Daimler Truck Defence

Daimler Truck bündelt Rüstungsgeschäft unter neuer Dachmarke

Daimler Truck baut sein Geschäft mit militärischen Fahrzeugen und Logistiklösungen aus und führt dafür die globale Dachmarke Daimler Truck Defence ein. Zugleich kündigt der Nutzfahrzeughersteller Investitionen im mittleren dreistelligen Millionenbereich an. Bis 2028 soll die Sparte einen Umsatz von rund einer Milliarde Euro erreichen.

Bislang war das Verteidigungsgeschäft vor allem mit Fahrzeugen von Mercedes-Benz Trucks verbunden. Künftig sollen schrittweise auch weitere Fahrzeugportfolios und Marken des Konzerns in das Angebot einbezogen werden.

Einheitlicher Auftritt für weltweite Aktivitäten

Mit der neuen Dachmarke bündelt Daimler Truck seine internationalen Aktivitäten im Defence-Bereich. Ziel ist ein einheitlicher Marktauftritt sowie die stärkere Nutzung konzernweiter Entwicklungs-, Produktions-, Vertriebs- und Servicekapazitäten.

Durch die Einbindung verschiedener Fahrzeugmarken soll das Portfolio erweitert und zugleich die Skalierung des Geschäfts erleichtert werden. Neben Einzelprojekten will sich das Unternehmen künftig verstärkt auf das Flotten- und Versorgungsgeschäft konzentrieren.

Ausbau von Produktion und Service

Im Zuge der Wachstumsstrategie plant Daimler Truck den Ausbau seiner Entwicklungs-, Produktions- und Servicekapazitäten. Die europäischen Standorte Wörth am Rhein und Molsheim in Frankreich bilden dabei das Zentrum der Defence-Produktion. Militärische Varianten sollen in bestehende Fertigungslinien integriert werden.

Darüber hinaus setzt der Konzern auf sein weltweites Servicenetz mit rund 5.000 Werkstätten in mehr als 160 Ländern. Auch die Ersatzteilversorgung soll weiter ausgebaut werden.

Verteidigungssparte als Wachstumsfeld

Daimler Truck betrachtet das Defence-Geschäft als strategisches Wachstumsfeld. Zu den jüngsten Aufträgen zählen unter anderem ein Vertrag mit der Bundeswehr für Logistikfahrzeuge, ein gemeinsames Projekt mit General Dynamics Land Systems für die kanadischen Streitkräfte sowie ein Rahmenvertrag mit den französischen Streitkräften, der in Zusammenarbeit mit Arquus umgesetzt wird.

Technologisch greift die Sparte auf Komponenten und Plattformen aus dem zivilen Nutzfahrzeuggeschäft zurück. Zudem arbeitet Daimler Truck mit Partnerunternehmen unter anderem an Anwendungen für autonomes Fahren und an der Integration neuer Technologien.

Breiteres Portfolio geplant

Künftig soll das Angebot von leichten Mehrzweckfahrzeugen bis zu schweren taktischen Logistikplattformen reichen. Ergänzend zum Fahrzeuggeschäft setzt Daimler Truck auf modulare Plattformkonzepte sowie auf langfristige Service- und Unterstützungsleistungen über den gesamten Lebenszyklus der Fahrzeuge.

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vg 15.06.2026