Spielwarenhersteller
Ravensburger steigt bei Steiff ein

Die Ravensburger AG beteiligt sich mehrheitlich an der Margarete Steiff GmbH. Mit dem Einstieg des Spielwarenherstellers erhält die traditionsreiche Marke Steiff einen neuen strategischen Investor. Der Vollzug der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung. Verkäufer ist die Steiff Beteiligungsgesellschaft, gehalten von den Erben der Firmengründerin Margarete Steiff.
Nach Angaben der Unternehmen soll Steiff weiterhin eigenständig am Stammsitz in Giengen an der Brenz geführt werden. Auch die Gründerfamilie bleibt über ihre Beteiligungsgesellschaft weiterhin wesentlich an dem Unternehmen beteiligt.
Fokus auf Markenstärke und langfristige Entwicklung
Mit der Übernahme erweitert Ravensburger sein Markenportfolio um eine weitere Premium-Marke der Spielwarenbranche. Beide Unternehmen blicken auf eine mehr als 140-jährige Geschichte - Steiff wurde 1880 und Ravensburger 1883 gegründet - zurück und zählen zu den bekanntesten Marken aus Baden-Württemberg. teiff, gegründet 1880, und Ravensburger, gegründet 1883
Während Ravensburger insbesondere für Spiele, Puzzles und Kinderbücher steht, hat sich Steiff mit hochwertigen Plüschtieren und den Teddybären international einen Namen gemacht. Nach Unternehmensangaben soll die Markenidentität von Steiff erhalten bleiben.
"Steiff ist eine der renommiertesten Marken der Spielwarenindustrie, die in hohem Maße von Qualität und einer starken Emotionalität geprägt ist", so Clemens Maier, Vorstandsvorsitzender von Ravensburger. "Unser Firmengründer Otto Maier war inspiriert von der Vorstellung, Spielzeug für Hirn, Hand und Herz zu entwickeln. Steiff steht dabei in besonderer Weise für das Herz. Mit Produkten, die für viele Menschen seit Generationen Teil ihrer Kindheit sind – im Sinne von Unternehmensgründerin Margarete Steiffs Anspruch: 'Für Kinder ist nur das Beste gut genug.'."
Internationale Potenziale und mögliche Synergien
Die Partnerschaft soll beiden Seiten zusätzliche Wachstumschancen eröffnen. Ravensburger bringt seine internationale Marktpräsenz und Branchenexpertise ein, während Steiff seine Positionierung im Premiumsegment fortführen soll.
"Für uns war entscheidend, Steiff in verantwortungsvolle, unternehmerische Hände zu geben, die die Marke, die Werte und Geschichte verstehen und respektieren", erklärt Frederik Reimann, Geschäftsführer der Steiff Beteiligungsgesellschaft.
Darüber hinaus sehen die Unternehmen Potenzial für Synergien. Konkrete Angaben zu gemeinsamen Projekten oder organisatorischen Veränderungen wurden jedoch zunächst nicht gemacht.
Konsolidierung im Spielwarenmarkt
Mit dem Erwerb der Mehrheitsbeteiligung stärkt Ravensburger seine Unternehmensgruppe, zu der bereits die Marken Brio und ThinkFun gehören. Die Transaktion verdeutlicht den Trend zur Bündelung starker Marken innerhalb der Spielwarenbranche.
Für Steiff bedeutet die Vereinbarung nach Angaben der bisherigen Eigentümer eine langfristige Perspektive. Entscheidend für die Eigentümerfamilie seien der Erhalt der Eigenständigkeit der Marke sowie die Sicherung des Standorts Giengen an der Brenz gewesen.
Frank Rheinboldt, CEO der Margarete Steiff GmbH, betont: "Mit unserem Partner Ravensburger schaffen wir den Rahmen, die Marke Steiff langfristig weiterzuentwickeln, internationale Potentiale gezielt zu nutzen und Tradition mit neuen Impulsen für die Zukunft zu verbinden."
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