Akquisition
Kakaofreie Schokoladenalternative: Döhler übernimmt Nukoko
Der Ingredients-Spezialist Döhler baut sein Engagement im Bereich nachhaltiger Schokoladenalternativen aus und übernimmt das britische Technologieunternehmen Nukoko. Mit der Akquisition erweitert das Unternehmen seine Kompetenzen bei kakaofreien Lösungen und reagiert auf die zunehmende Volatilität der Kakaomärkte, steigende Rohstoffkosten sowie die wachsende Nachfrage nach nachhaltigeren Zutatenkonzepten.
Schokoladenalternative basierend auf Ackerbohnen
Nukoko hat eine auf Ackerbohnen basierende Schokoladenalternative entwickelt. Die Technologieplattform des Unternehmens kombiniert biotechnologische Verfahren mit traditionellen Methoden der Kakaoverarbeitung und soll geschmacklich und sensorisch hochwertige Produkte ermöglichen, ohne dass Kakao als zentrale Rohstoffbasis erforderlich ist. Die Ackerbohne gilt dabei als robuste Kulturpflanze mit stabiler globaler Verfügbarkeit und guten Anbaumöglichkeiten in Europa.
Durch die Integration von Nukoko ergänzt Döhler sein bestehendes Portfolio pflanzlicher Zutaten und Anwendungslösungen. Kunden sollen von der Verbindung der Nukoko-Technologie mit der Aroma-, Zutaten- und Anwendungsexpertise des Konzerns profitieren. Ab August 2026 plant das Unternehmen die Bereitstellung erster Muster für unterschiedliche Einsatzbereiche. Dazu zählen Schokoladen- und Süßwarenanwendungen, Backwaren und Cerealien sowie Speiseeis, Überzüge und Füllungen.
"Mit der Integration von Nukoko in die Döhler-Gruppe adressieren wir eine der größten Herausforderungen der Kategorie: die Entwicklung geschmacklich überzeugender und skalierbarer kakaofreier Alternativen, die die Abhängigkeit von volatilen Kakaomärkten verringern", erklärt Kerstin Bergander-Kleinert, Head of Business Uni CNP bei Döhler.
Entwicklung vorantreiben
Auch die Nukoko-Gründer Kit Tomlinson und Ross Newton sehen in dem Zusammenschluss Potenzial für die internationale Skalierung der Technologie. Gemeinsam wollen beide Unternehmen die Entwicklung kakaofreier Schokoladenalternativen beschleunigen und Herstellern Lösungen für eine widerstandsfähigere Rohstoffversorgung anbieten.
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