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Quelle: Randstad Deutschland GmbH & Co. KG

Randstad Employer Brand Research

Arbeitgeberattraktivität: Jobsicherheit rückt an die Spitze, Gehalt verliert an Priorität

Die Randstad Employer Brand Research 2026 zeigt eine deutliche Verschiebung in den Erwartungen von Beschäftigten in Deutschland. Arbeitsplatzsicherheit überholt das Gehalt als wichtigstes Kriterium bei der Wahl eines Arbeitgebers – ein Signal für veränderte Prioritäten im Arbeitsmarkt. Für 58 Prozent der Beschäftigten in Deutschland ist Arbeitsplatzsicherheit das wichtigste Merkmal eines attraktiven Arbeitgebers. Damit liegt dieser Faktor klar vor Arbeitsatmosphäre (54 Prozent), Work-Life-Balance (52 Prozent) sowie Gehalt und Benefits (50 Prozent).

Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich ein markanter Bruch: 2025 führte noch die Vergütung die Rangliste an, 2026 rückt sie auf Platz vier zurück. Die Ergebnisse deuten auf eine stärkere Risikoaversion im Arbeitsmarkt hin – insbesondere in einem wirtschaftlich und geopolitisch als unsicher wahrgenommenen Umfeld.

Stabilität als Grundbedingung – nicht als alleiniges Differenzierungsmerkmal

Die Studie zeigt zugleich, dass Arbeitsplatzsicherheit in vielen Unternehmen bereits als Stärke wahrgenommen wird: Rund 70 Prozent der Beschäftigten bewerten diesen Aspekt bei ihrem aktuellen Arbeitgeber positiv.

Damit verschiebt sich die Funktion von Sicherheit im Employer Branding. Sie wird zunehmend zur Grundvoraussetzung, auf der weitere Attraktivitätsfaktoren aufbauen müssen – etwa eine funktionierende Work-Life-Balance oder transparente Entwicklungsperspektiven.

Nur 57 Prozent der Befragten sehen die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben derzeit als ausreichend erfüllt. Dieser Wert verweist darauf, dass Stabilität allein nicht genügt, um im Wettbewerb um Fachkräfte zu bestehen.

Gehalt bleibt relevant – aber stärker kontextabhängig

Trotz des Rückgangs in der Priorisierung bleibt Vergütung ein zentraler Faktor. In konkreten Entscheidungssituationen, in denen Beschäftigte zwischen einzelnen Kriterien abwägen müssen, gewinnt das Gehalt wieder deutlich an Gewicht.

Die Studie beschreibt damit kein einfaches Verschwinden monetärer Anreize, sondern eine stärkere Kontextabhängigkeit: Sicherheit bildet die Basisanforderung, während Gehalt und Arbeitsbedingungen in der finalen Arbeitgeberwahl stärker ins Gewicht fallen.

Die Randstad Employer Brand Research wird seit 26 Jahren in 34 Ländern durchgeführt. Für die aktuelle Ausgabe wurden weltweit mehr als 160.000 Arbeitnehmer:innen und Arbeitsuchende befragt, davon 4.331 in Deutschland. Im Mittelpunkt stehen Bekanntheit und Attraktivität von Arbeitgebern sowie die zentralen Einflussfaktoren auf die Arbeitgeberwahl.

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vg 29.06.2026