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Kaufentscheidung

Retail Media: Für Marken zählt am PoS der konkrete Mehrwert

Quelle: Eduardo Soares/Unsplash

Retail Media gewinnt im Marketing weiter an Bedeutung. Eine Studie des Marktforschungsunternehmens YouGov mit Sitz in Nürnberg zeigt jedoch, dass die verschiedenen Werbeformate am Point of Sale (PoS) aus Sicht der Shopper unterschiedlich stark wirken. Demnach erzielen insbesondere Maßnahmen mit direktem Nutzen für Konsument:innen die höchste Kaufwirkung.

App-Coupons und Zweitplatzierungen überzeugen

Laut der Untersuchung haben App-Coupons den größten Einfluss auf Kaufentscheidungen. Auch klassische Maßnahmen im stationären Handel wie Zweitplatzierungen und Regalwerbung erzielen eine höhere Aufmerksamkeit als digitale Screens im Geschäft. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass physische Kontaktpunkte am PoS weiterhin eine wichtige Rolle für die Markenwahrnehmung und Kaufentscheidung spielen.

Handelskanäle vor klassischen Medien

Bereits vor dem Einkauf informieren sich viele Verbraucher:innen über Angebote und Produkte direkt beim Handel. Gedruckte Werbeprospekte werden von 67 Prozent der Befragten genutzt, 53 Prozent greifen auf Händler-Apps zurück und 38 Prozent auf digitale Handzettel.

Nach Angaben von YouGov erreichen diese Handelskanäle Konsument:innen erfolgreicher als klassische Medien wie Fernsehen, Radio oder Social Media – sowohl bei Angeboten als auch bei der Aufmerksamkeit für neue Produkte und Marken.

Wirkung hängt von der Produktkategorie ab

Die Studie zeigt zudem deutliche Unterschiede zwischen den Warengruppen. Besonders stark beeinflusst Retail Media den Kauf von Genuss- und Impulsartikeln. Für Kategorien wie Speiseeis, Kaffee, Schokolade oder Tiefkühlprodukte werden Werbeeffekte von bis zu 86 Prozent ausgewiesen. Dagegen reagieren Verbraucher:innen bei Vorratsprodukten wie Nudeln oder Putzmitteln deutlich weniger auf Werbung am Point of Sale.

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vg 24.07.2026