Gründungslandschaft
Bundesregierung: Start-up-Strategie soll Innovationsstandort stärken
Das Bundeskabinett hat eine neue Startup- und Scaleup-Strategie beschlossen. Mit dem Maßnahmenpaket will die Bundesregierung die Rahmenbedingungen für innovative Unternehmen von der Gründung bis zur internationalen Expansion verbessern. Für Markenunternehmen ist die Strategie vor allem mit Blick auf Innovationen, Technologietransfer und die Zusammenarbeit mit jungen Wachstumsunternehmen relevant.
Nach Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) mit Sitz in Berlin umfasst die Strategie rund 150 Maßnahmen. Im Fokus stehen unter anderem bessere Finanzierungsbedingungen, weniger Bürokratie, ein stärkerer Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in marktfähige Geschäftsmodelle sowie die Förderung von Zukunftstechnologien wie Künstlicher Intelligenz. Erstmals berücksichtigt die Bundesregierung dabei auch Start-ups aus der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche bezeichnete die Strategie als Grundlage für die nächste Generation deutscher Weltmarktführer. Ziel sei es, Gründungen zu erleichtern, Wachstum zu beschleunigen und innovative Unternehmen langfristig am Standort Deutschland zu halten. Die Strategie entstand nach Angaben des Ministeriums unter Beteiligung der Start-up-Community. Rund 300 Stellungnahmen sowie die Ergebnisse von zehn Workshops flossen in die Ausarbeitung ein. Die Umsetzung der Maßnahmen soll noch in dieser Legislaturperiode beginnen und durch jährliche Fortschrittsberichte begleitet werden.
Verbände sehen Fortschritte – und mahnen Umsetzung an
Der Startup-Verband mit Sitz in Berlin bewertet die Strategie grundsätzlich positiv. Insbesondere der stärkere Fokus auf die Skalierung junger Unternehmen sowie Maßnahmen zur Wachstumsfinanzierung und zu Mitarbeiterkapitalbeteiligungen seien wichtige Signale. Zugleich betont der Verband, dass die angekündigten Vorhaben nun zügig umgesetzt werden müssten, um die aktuelle Gründungsdynamik zu unterstützen.
Auch der Digitalverband Bitkom mit Sitz in Berlin begrüßt die strategische Ausrichtung. Positiv bewertet der Verband unter anderem die stärkere Berücksichtigung von Scale-ups sowie die Schwerpunkte Wachstumsfinanzierung, Bürokratieabbau, Technologietransfer und Internationalisierung. Gleichzeitig verweist Bitkom darauf, dass bereits ein erheblicher Teil der Legislaturperiode verstrichen sei. Nun komme es darauf an, die angekündigten Maßnahmen mit konkreten Meilensteinen umzusetzen und deren Fortschritt transparent zu überwachen.
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