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Food-Branche: Digitalisierung erhöht Wettbewerbsfähigkeit

Themen wie Mitarbeitergewinnung und -bindung und Employer Branding stehen in Zeiten von Arbeit 4.0 ganz oben auf der Agenda der Personalentscheider in Lebensmittelbranche. Das zeigt eine zum fünften Mal durchgeführte Studie zu HR-Trends in der Food Value Chain der AFC Personalberatung GmbH, Bonn, für die über 400 Personalverantwortliche befragt wurden.

Arbeit 4.0 erfordert mehr gut ausgebildete Fach- und Führungskräfte

73 Prozent der befragten Personalverantwortlichen aus der Agrar- und Ernährungsindustrie erhoffen sich demnach von Arbeit 4.0 eine deutlich erhöhte Wettbewerbsfähigkeit für die gesamte Branche; 55 Prozent vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen. Ängste, dass Industrie bzw. Arbeit 4.0 Fach- und Führungskräfte verdrängen könnten, erscheinen unbegründet. Im Gegenteil: 46 Prozent der befragten Unternehmen sehen dies als Grund für eine Steigerung des Bedarfs an sehr gut ausgebildeten Fach- und Führungskräften.

Die technologischen Entwicklungen und die sich stetig wandelnde Arbeitswelt stellen Mitarbeiter indes immer wieder vor Herausforderungen. Neben fachspezifischen Anforderungen werden deshalb verstärkt Softskills wie soziale Kompetenz, Kreativität und Kommunikationsstärke sowie ein hohes Maß an Veränderungsbereitschaft gefordert, heißt es in der Studie. Andererseits erhebe insbesondere die junge Generation gegenüber den Unternehmen Ansprüche an eine angemessene Work-Life-Balance.

Vereinbarung von Entwicklungszielen stärkt Mitarbeiterbindung

Die Unternehmen fokussieren verstärkt auf die Führungskräfteentwicklung und -bindung, so ein weiteres Ergebnis der Studie. Dabei hat sich die gezielte Entwicklung der Führungskräfte aus den eigenen Reihen als ein Instrument der nachhaltigen Unternehmensführung etabliert, schreiben die AFC-Autoren. Befragt, welches für sie die wichtigsten Maßnahmen zur Stärkung der Mitarbeiterbindung sind, votieren 67 Prozent der Personalentscheider für die eindeutige Vereinbarung von Entwicklungszielen, gefolgt von der Kostenübernahme und Beteiligung an Bildungsveranstaltungen.

Employer Branding bei über der Hälfte nicht zufriedenstellend

Bei den nachwachsenden Talenten stehen heute nicht mehr alleine das Markenimage, die Produkte und Dienstleistungen im Vordergrund. Sie erwarten über eine gute und gelebte Unternehmenskultur hinaus klar aufgezeigte Perspektiven, die realistisch sind und angemessen als Employer Brand transportiert werden, schreiben die Studienautoren.

Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen benoten ihre unternehmenseigenen Maßnahmen zum Employer Branding dabei immer noch als nicht zufriedenstellend. Die Lebensmittelindustrie und insbesondere der Lebensmitteleinzelhandel haben hier in den vergangenen Jahren aufgeholt. Der eher bodenständig geprägte Agrarsektor hat jedoch weiterhin erheblichen Nachholbedarf, so ein Ergebnis der Untersuchung.


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(vg) 03.02.2017