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Forschung und Entwicklung: Ausgaben steigen, vor allem im Bereich Spitzentechnologie

Die deutsche Wirtschaft hat 2018 insgesamt 72 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung (FuE) investiert. Das sind gut drei Milliarden Euro bzw. knapp fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Das sind die Ergebnisse der FuE-Datenerhebung der Wissenschaftsstatistik im Stifterverband im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Der Wert der Forschungsaufträge, die Unternehmen an andere Unternehmen, Hochschulen oder Forschungseinrichtungen im In- und Ausland vergeben, bleibt mit 19,5 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr unverändert. 

Unternehmen im Bereich der Spitzentechnologie weiten FuE-Aktivitäten kräftig aus
 
Ein Blick in die einzelnen Branchen zeigt: Die Automobilhersteller dominieren nach wie vor mit 27,1 Milliarden Euro eigenen FuE-Aufwendungen die Forschungslandschaft in Deutschland. Allerdings weisen in 2018 die Branchen Pharma, Luft- und Raumfahrzeugbau, Elektronik und Information und Kommunikation überdurchschnittliche Wachstumsraten auf. 
 
Mit Blick auf die Forschungsintensitäten haben damit die Unternehmen aus dem Bereich der Spitzentechnologie mit einer Wachstumsrate von 9,2 Prozent überdurchschnittlich zugelegt. Als Spitzentechnologien werden Technologien bezeichnet, die gegenüber dem Stand der Technik einen wesentlichen Fortschritt darstellen, deren Entwicklung mit hohen Kosten und hohem Risiko verbunden ist und die ein großes Wachstumspotenzial versprechen. Unternehmen fallen in den Bereich der Spitzentechnologie, wenn der Anteil der Forschungsausgaben am Umsatz neun Prozent übersteigt. 
 
Andreas Barner, Präsident des Stifterverbandes, sagt: "Deutschland ist ein innovationsstarker Wirtschaftsstandort. Damit dies so bleibt, müssen Unternehmen neue digitale Technologien und Dienstleistungen hervorbringen. Die Automobilindustrie wird dabei auch in Zukunft eine Schlüsselrolle spielen. Ein wirtschaftlich erfolgreiches Deutschland der Zukunft braucht vital den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. So kann Forschung an Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen Innovationsanstrengungen in Start-ups und dem Mittelstand unterstützen. Gleichzeitig hilft der Austausch zwischen öffentlicher Forschung und Großunternehmen, das dort vorhandene hohe Innovationsniveau zu halten."



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(vg) 29.11.2019