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Studie: Internet-of-Things-Technik im B2B-Bereich noch ausbaufähig

Ein Viertel der deutschen Unternehmen nutzt intelligente Technologien. Weitaus größer ist der Kreis derjenigen, die Internet-of-Things-Techniken (Iot) und Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M) in ihren Geschäftsalltag implementieren wollen: 47 Prozent interessieren sich für den Einsatz dieser Dienste.
Das ergab das B2B-Telko-Expertenbarometer des Beratungsunternehmens Deloitte mit Deutschlandsitz in München. Für die Untersuchung wurden 200 Telekommunikationsexperten zum Status quo und den Bedürfnissen der Marktakteure befragt.

Demnach greifen vorrangig große Unternehmen aus Industrie und Logistik auf IoT- und M2M-Dienste zurück. Die bevorzugten Bereiche sind vernetzte Produktionsprozesse (78 %), technischer Außendienst und Wartung (68 %) sowie das Flottenmanagement inklusive Tracking (56 %).

Hoher Bedarf an Glasfaseranschlüssen bei kleinen und mittelständische Unternehmen

Gefragt nach den verwendeten Anschlusstechnologien nutzen 47 Prozent der deutschen Unternehmen bereits Glasfaser, vor allem mittlere und große Firmen sind hier besonders stark vertreten. Von den Großunternehmen, die nicht über einen Glasfaseranschluss verfügen, haben zwei Drittel entweder keinen hohen Bandbreitenbedarf oder sie halten VDSL für ausreichend. Bei kleineren Firmen mit zehn bis 50 Mitarbeitern denken hingegen nur 23 Prozent, dass VDSL ausreicht. Doch obwohl zahlreiche kleinere Unternehmen einen hohen Bedarf an Glasfaseranschlüssen haben, scheitert für 54 Prozent von ihnen der Einsatz daran, dass Glasfaser faktisch nicht verfügbar ist. Nur jedes fünfte Unternehmen gibt in der Befragung an, dass der Einsatz von Glasfaser zu teuer sei.

Dass der Bedarf nach einer höheren Bandbreite für das Internet steigen wird, erwarten 17 Prozent der befragten Unternehmen. Knapp zwei Drittel glauben, dass der Bedarf lediglich wie bisher weiter steigen wird. Eine Ausnahme bilden allerdings große Unternehmen, die auf innovative B2B-Lösungen, IoT und M2M setzen: 93 Prozent prognostizieren einen (stark) steigenden Bandbreitenbedarf.

Großunternehmen erhoffen sich Mehrwert durch 5G

Insbesondere große und mittelgroße Unternehmen erwarten auch von künftigen 5G-Infrastrukturen einen signifikanten Mehrwert und sehen 5G als Treiber für neue IoT-Anwendungen und Geschäftsmodelle. Kleine Unternehmen sind hier wesentlich zurückhaltender. Gut ein Drittel aller Studienteilnehmer schätzt aber, dass die neue Funktechnik in Zukunft die Festnetzanbindungen ablösen wird.

Nach wie vor eine große Rolle spielt das Thema Datensicherheit: 38 Prozent der Unternehmen sehen sich hier schon gut versorgt. Die Mehrheit der Befragten stufte die eigene Firma immerhin als ausreichend abgesichert ein. Lediglich 16 Prozent der Befragten sehen konkreten Handlungsbedarf bei Datenschutz und Sicherheit. Während sich vor allem große Firmen (über 250 Mitarbeiter) als gut aufgestellt betrachten (52 %), schätzen sich kleine und mittelgroße Unternehmen (24 % bzw. 37 %) größtenteils als eher ausreichend vorbereitet ein.



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(mak) 11.06.2019