Acast Podcast Pulse 2026
Acast Podcast Pulse 2026: Podcast-Nutzung wird zum Multi-Format-Erlebnis
Podcast-Hörer nutzen zunehmend unterschiedliche Formate und Plattformen. Das zeigt der Acast Podcast Pulse 2026, für den 4.300 Menschen im Alter von 16 bis 64 Jahren in 13 Märkten befragt wurden. Demnach konsumieren 88 Prozent der Podcast-Fans sowohl Audio- als auch Video-Podcasts. Zugleich gewinnt die Nutzung von Podcast-Inhalten über unterschiedliche Alltagssituationen hinweg an Bedeutung.
Audio und Video werden parallel genutzt
78 Prozent der Befragten konsumieren mindestens zwei Podcast-Formate und wechseln abhängig von Situation und Tagesablauf zwischen Longform-Audio, Video und Podcast-Clips in sozialen Netzwerken. Dabei ersetzt Video das klassische Audioformat nicht: 10 Prozent konsumieren ausschließlich Audio-Podcasts, während 2 Prozent ausschließlich Video-Podcasts nutzen.
Auch innerhalb einzelner Episoden wechseln viele Nutzer das Format. 63 Prozent geben an, eine Episode in einem Format zu beginnen und in einem anderen zu beenden. Rund drei Viertel dieser Gruppe wechseln dabei während derselben Story auch die App.
Für die Markenkommunikation bedeutet die Entwicklung, dass Podcast-Inhalte zunehmend über mehrere Kontaktpunkte hinweg genutzt werden. Welches Format zum Einsatz kommt, hängt dabei laut Studie stark vom jeweiligen Nutzungskontext ab.
Unterschiedliche Nutzungssituationen
Audio spielt insbesondere in Situationen eine Rolle, in denen kein Bildschirm zur Verfügung steht. 64 Prozent der Befragten bezeichnen Podcasts als regelmäßigen Begleiter im Alltag. 80 Prozent der Audio-Hörer geben zudem an, nach einer Episode aktiv zu werden.
Video-Podcasts werden dagegen auch auf größeren Bildschirmen konsumiert. 55 Prozent der Podcast-Fans schauen Video-Podcasts gemeinsam über Connected TV. 48 Prozent sagen, dass Werbung in Video-Podcasts ihre Markenerinnerung erhöht.
Eine weitere Funktion übernehmen kurze Podcast-Clips in sozialen Netzwerken. 63 Prozent der Nutzer, die solche Clips ansehen, wechseln anschließend zu einer vollständigen Podcast-Episode. Social Media dient damit auch als Zugang zu längeren Podcast-Inhalten.
Live-Formate gewinnen an Bedeutung
Auch Podcast-Live-Events werden laut Studie stärker genutzt. Seit 2024 ist die Teilnahme um 80 Prozent gestiegen. Inzwischen besucht demnach rund ein Drittel der Podcast-Fans entsprechende Veranstaltungen.
28 Prozent der Besucher geben an, Produkte von Event-Sponsor zu kaufen. 34 Prozent erstellen eigenen Social-Media-Content rund um das Event. Damit entstehen rund um Live-Podcasts zusätzliche Kontaktpunkte zwischen Publikum, Format und Marken.
Vertrauen in Podcaster steigt
Neben der Nutzung untersucht der Podcast Pulse auch das Vertrauen in verschiedene Creator-Gruppen. 42 Prozent der Podcast-Fans vertrauen Marken- und Produktempfehlungen von Podcaster. Das sind neun Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.
Zum Vergleich: Journalist erreichen 31 Prozent, YouTuber 29 Prozent sowie Prominente und Social-Media-Influencer jeweils 25 Prozent. Laut Acast stagnierte der Vertrauenswert dieser Gruppen oder ging im Vergleich zum Vorjahr zurück.
Der Acast Podcast Pulse 2026 basiert auf einer im August 2026 durch Differentology durchgeführten Befragung von 4.300 Personen im Alter von 16 bis 64 Jahren in 13 Märkten. Die Ergebnisse beziehen sich auf die globale Stichprobe.
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