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Marken intensivieren ihr Engagement zur Plastikvermeidung

Nach dem Treffen mit Umweltministerin Svenja Schulze zum zweiten runden Tisch zur Vermeidung von Plastikabfällen zeigt sich der Markenverband, Berlin, zufrieden. "Seit dem ersten runden Tisch bei der Bundesumweltministerin im Mai hat sich eine beeindruckende Zahl von Marken dazu bekannt, durch ambitioniertes Handeln und neue Commitments Verantwortung für unsere Umwelt zu übernehmen", sagt Christian Köhler, Hauptgeschäftsführer des Markenverbandes. Die Maßnahmen reichten vom vollständigen Verzicht von Verpackungsbestandteilen über den Austausch von Plastik durch andere Materialien wie Papier und die Herstellung einer besseren Recyklierbarkeit von Verpackungen bis hin zum Einsatz von Recyklaten bei der Verpackungsherstellung.

Um transparent zu machen, welche Maßnahmen die Marken zur Plastikmüllvermeidung ergreifen und welche Ziele sie sich selbst gesetzt haben, will der Markenverband diese Beispiele bald auf einer eigenen Domain öffentlich machen.

Bundesumweltministerin fordert Transparenz und Vergleichbarkeit bei Abfallvermeidung

Bundesumweltministerin Svenja Schulze sagte beim runden Tisch, dass sie die Ansätze zur Vermeidung überflüssiger Verpackungen im Einzelhandel begrüße. Dazu zählen unter anderem Mehrwegnetze, Mehrwegbehälter in der Logistikkette und der Verzicht von Verpackungen bei Obst und Gemüse. Deutlich vergrößert werden soll zu dem die Anzahl recyclingfähiger Verpackungen.

"Viele Unternehmen haben erkannt, dass der Verzicht auf überflüssige Verpackungen zum Wettbewerbsvorteil geworden ist", so Schulze. "Im Handel und bei einigen Markenherstellern hat tatsächlich ein Umdenken begonnen. Hier gibt es mittlerweile eine Reihe an Innovationen und Initiativen, um insbesondere Einwegverpackungen aus Kunststoffen zu vermeiden, sowohl bei Produkten als auch beim Transport. Das gilt es jetzt weiter fortzusetzen. Dabei muss es für die Öffentlichkeit möglich sein, auf einfache Weise nachzuvollziehen, wo und wie Verpackungen eingespart werden und ob die jeweiligen Unternehmensziele zur Abfallvermeidung auch eingehalten werden. Verbraucher und Verbraucherinnen müssen erkennen können, ob ihr Supermarkt um die Ecke auf nachhaltige Verpackungen setzt."

Man sein sich einig, dass für den Umweltschutz in Unternehmen ein konsequentes Monitoring notwendig sei. Damit die Fortschritte bei der Abfallvermeidung für die allgemeine Öffentlichkeit überprüf- und vergleichbar werden, soll dabei für zusätzliche Transparenz gesorgt werden. Das Bundesumweltministerium hat dazu mehrere Kriterien vorgeschlagen. Dazu zählen unter anderem Fortschritte bei Mehrwegverpackungen, -frischeboxen und -behälter im Regal und in den Logistikketten sowie die Anzahl recyclingfähiger Verpackungen und der Anteil unverpackter Ware. Hierzu wird eine Vereinbarung mit dem Handel angestrebt, teilte das Ministerium mit.  



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(vg) 15.10.2019