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New Men’s Health: Selbstoptimierung ist ein zentrales Thema


Selbstoptimierung ist derzeit ein mediales Megathema. Die Soziologie verortet das Phänomen der Optimierung oder gar Perfektionierung des Menschen indes schon in der Antike. Neu ist aber, wie sich der gesellschaftliche Anspruch an Optimierung gesteigert hat und wie uns die Digitalisierung dafür neue technische Möglichkeiten bietet. Tracking ist ein wichtiges Stichwort.

Die zahlreichen Anforderungen und die noch größere Vielfalt der Möglichkeiten bieten dabei nicht nur Chancen, sie haben auch deutliche Kehrseiten. Die Psychoanalytikerin Prof. Benigna Gerisch weiß von Abiturienten, die an dieser 'Zuvielfalt' zerbrechen. Sie könnten nicht entscheiden, wie die richtige Bildungsbiografie angegangen werden soll. Denn heute werden meist gleich mehrere Fremdsprachen und Auslandspraktika erwartet – egal für welchen Job. Parallel gilt es, die Familienplanung auf dem Schirm zu haben. Zusätzlich stresst der permanente Vergleich mit den Über-Peers auf Social Media und das damit einhergehende Streben nach einem sichtbar gesunden Körper.

Stress durch Metrisierung des Lebens

Auch viele Männer erleben diese Entwicklungen als Terror. Zwar gibt es manche, die mit Begeisterung die neuen Möglichkeiten nutzen. Typen, die der Soziologe Hartmut Rosa 'Affirmierer' oder 'Spieler' nennt. Sie kommen meist aus besseren Schichten, sind schon früh auf Leistung gedrillt worden und erleben in der Selbstoptimierung Selbstverwirklichung. Menschen aus prekären Schichten sind dagegen aber eher 'Drifter', die die Verheißungen als Bedrohung erleben, Ohnmachtsgefühle haben und große Ungerechtigkeit spüren.

Die neuen Möglichkeiten zur Selbstoptimierungen führen also nicht automatisch zu mehr männlicher Gesundheit. Früher hat man sich bei Sportmangel ein paar Sportschuhe gegönnt – und war weiter zu wenig aktiv. Heute scheinen viele Selbsttracker nach einer überschaubaren Zeit die Lust an der Metrisierung ihres Lebens zu verlieren. Der Tracker bleibt am Arm, die Kontrolle aber aus.

Dennoch steigt unbestreitbar der Druck, unterschiedliche Rollen gleichermaßen kompetent zu erfüllen. Was das für Marken bedeutet, die bei dieser Zielgruppe landen wollen, und warum es wichtig ist, dass sie das Leben erleichtern, erklärt Ralph Ohnemus (K&A Brand­Research) in seinem Gastbeitrag in markenartikel 10/2019. Zur Bestellung geht es hier. Mehr zum Inhalt lesen Sie hier.



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(vg) 21.10.2019