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Wirtschaft optimistisch für 2022 - aber Unterschiede je nach Branche

2022 wird gut! Das jedenfalls ergibt die Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln, für die traditionell deutsche Verbände nach ihren wirtschaftlichen Erwartungen für das kommende Jahr befragt werden. Die Verbände wurden von Mitte November bis Anfang Dezember 2021 befragt. Nach zwei herausfordernden Jahren schauen die allermeisten Verbände demnach sehr optimistisch auf 2022. Jeder zweite der 48 befragten Verbände berichtet von einer Besserung in 2021 im Vergleich zum Vorjahr. Noch optimistischer ist der Blick auf 2022: Hier erwarten 39 Verbände eine höhere Produktion. 24 Verbände gehen von höheren Investitionen aus, 21 planen, mehr Jobs anzubieten. Nur acht Verbände rechnen damit, Personal abzubauen.

Gute Aussichten in der Bauwirtschaft

Unter den Pessimisten sind vor allem jene Unternehmen, denen die Pandemie noch stark zusetzt. In der Gummi- und Papierverarbeitung sowie der Glas- und Lederindustrie fehlen nach wie vor wichtige Rohstoffe und Materialien. Die Messewirtschaft berichtet von einer Verschlechterung im Vergleich zu 2020, es ist noch immer nicht absehbar, wann sich die Lage wieder normalisiert.

Deutlich besser ergeht es dafür Handelsunternehmen und Speditionen, aber auch der Stahl- und Chemieindustrie sowie dem Metall- und Maschinenbau und der Bauwirtschaft. Letztere dürfte auch durch die Ankündigung der Ampel-Regierung, künftig jährlich 400.000 neue Wohnungen bauen zu wollen, auf sehr gute Geschäftsaussichten blicken. Gleichzeitig fehlen hier nach wie vor tausende Fachkräfte.

Gemischte Aussichten auf dem Arbeitsmarkt

Neue Jobs planen vor allem Industrieunternehmen: Die Pharmabranche rechnet mit mehr Beschäftigung, ebenso die Metall- und Elektroindustrie sowie Speditionen und Unternehmen aus der Informations- und Werbebranche. Im Bergbau dürften dagegen künftig Jobs wegfallen. Auch der Finanzsektor plant mit weniger Beschäftigten, die Branche leidet unter einem flächendeckenden Strukturwandel, geringen Margen und dem zunehmendem Online-Banking.

Die Studie finden Sie hier.

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vg 03.01.2022