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DSGVO: Kritik an hohem bürokratischen Aufwand


Vor einem Jahr ist die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Kraft getreten und hat oftmals für wenig Begeisterung gesorgt. Viele Unternehmen klagen über zu viel Bürokratie und hohen Aufwand bei der Umsetzung. Das geht aus einer Umfrage des DIHK - Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V., Berlin, unter mehr als 4.500 Betrieben hervor. Danach sehen fast 80 Prozent der befragten Unternehmen den Datenschutz als wichtig bzw. sehr wichtig an. Trotzdem gewinnen nur 60 Prozent der Befragten der DSGVO positive Aspekte für ihr Unternehmen ab.

Der bürokratische Aufwand wird von 89 Prozent der Betriebe als negativer Aspekt genannt. So sagen rund 75 Prozent, dass die Umsetzung der DSGVO viel personellen und finanziellen Aufwand verursacht. Die Ursachen hierfür sind etwa die Einführung eines neuen Datenschutzmanagements, die Überprüfung sämtlicher Prozesse, bei denen personenbezogene Daten verarbeitet werden, die Erstellung des Verarbeitungsverzeichnisses oder technisch-organisatorische Maßnahmen.

Besonderen Aufwand bei der Umsetzung haben die Informationspflichten bzw. die Datenschutzerklärungen, das Verarbeitungsverzeichnis sowie die technisch-organisatorischen Maßnahmen bereitet. Mehr als 60 Prozent der Befragten verlangen hier Erleichterungen. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) wünschen sich Standardisierungen in Form von Leitlinien, Musterdokumenten und Checklisten von den Aufsichtsbehörden.

Unternehmen beklagen Rechtsunsicherheit

Dahinter steckt auch die Hoffnung und berechtigte Erwartung, mehr Rechtssicherheit zu erhalten. Diese wird von den Unternehmen sehr vermisst, zumal sie die Gefahr von Abmahnungen sehen.

Grenzüberschreitend tätige Unternehmen kritisieren zudem die trotz DSGVO auch weiterhin fehlende vollständige Harmonisierung des Datenschutzrechts. Die daraus entstehende Rechtszersplitterung bedeutet für die betroffenen Unternehmen mehr Aufwand und Rechtsunsicherheit.



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(tor) 24.05.2019